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Internationale Tage des Erzählens 2022 an der Nahe

Die größten Taten gehen unter, und nichts bleibt zurück, Märchen aber leben, wenn sie gut sind, sehr lange. - Tolstoi

Vita Jochen Hettig

Geboren in einer Stadt, die es angeblich nicht gibt, nämlich Bielefeld, zogen meine Eltern mit mir in jungen Jahren ins Land der Schwertwechsler, also nach Lippe. Geprägt von den Geschichten/Märchen meiner Oma, die oft von der verlorenen Heimat handelten, von Flucht und Vertreibung, aber auch vom Neuanfang, von Verrat, Verlust und vor allem von „Türen“, die sich öffnen, wenn andere sich schließen.“ So wurden in diesen Erzählungen Erinnerungen an die alte Heimat wachgehalten und weitergegeben.

Auch unsere Kinder wuchsen, dieses Mal von mir erzählt, mit vielen dieser Geschichten, Märchen und Legenden auf. Mit leuchtenden Augen saßen sie da, um von Trollen, Wichteln, Hexen, guten und bösen Menschen oder Tieren zu hören.
Diese leuchtenden Kinderaugen bei den Zuhörern waren es auch, die mich bewegt haben meine Geschichten und Märchen mit anderen zu teilen. Bei dieser Art des Teilens, so habe ich festgestellt, halten nachher alle nicht weniger, sondern mehr in den Händen.
Nach dem Motto „geben ist seliger denn nehmen“ freue ich mich immer wieder auf dieses Geben. Geteilte Freude ist eben doppelte Freude.
Auf dass alle mit vollen Händen nach Hause gehen.