Logo Int Tage des Erzählens

Internationale Tage des Erzählens 2022 an der Nahe

Die größten Taten gehen unter, und nichts bleibt zurück, Märchen aber leben, wenn sie gut sind, sehr lange. - Tolstoi

Naceur Charles Aceval

Im Spannungsfeld zwischen Heimat und Fremde, Geborgenheit und Ausgrenzung, Sich-Einfühlen und Sich-Behaupten verlief Naceur Charles Acevals nicht ganz einfaches Leben, dessen Kindheit vom Algerien-Krieg überschattet wurde. Viele kennen ihn als begnadeten Erzähler von Weisheitsgeschichten aus seiner Heimat. Er ist geprägt von drei Kulturen: der algerisch-nomadischen seiner Mutter, der französischen seines Vaters und der deutschen, seiner Wahlheimat.
Naceur Charles Aceval ist in Algerien in einer Nomadenfamilie aufgewachsen. Dort sammelte er sein mündliches Repertoire an spannenden Märchen, interessanten Legenden, lustigen Rätseln und nachdenklich stimmenden Weisheitsgeschichten, die ihm die Mutter und die Großmutter im Nomadenzelt erzählten und das er bis heute wie einen Schatz hütet. Er schlägt mit seiner Erzählkunst eine Brücke zwischen dem Maghreb und Europa – ein Mittler zwischen den Kulturen.
Wie es ihm mit Hilfe der Märchen seiner Kindheit gelungen ist, aus dem Gefühl des Nie-ganz-Zugehörig-Seins heraus seinen eigenen Platz im Leben zu finden, an dem er sich sehr wohl fühlt - das wird er mit uns teilen; wie immer charmant, spannend und voller Emotionen, getreu dem Nomadenspruch: „Frag niemanden nach seiner Herkunft, er wird sie dir mit seinen Geschichten erzählen.“

https://www.aceval.net